Alles Hebel: Was Wippen und Flaschenöffner verbindet

Professor Uwe Mahn hat zur Kinderuni viele Alltagsgegenstände mitgebracht, an denen sich das Thema "Alles Hebel" gut demonstrieren lässt.

Zwei exakt gleich schwere Kuscheltiere auf beiden Seiten einer Wippe. Damit sollte die Wippe im Gleichgewicht sein. Aber was passiert, wenn eines der Kuscheltiere etwas näher zur Mitte der Wippe rutscht? Die Wippe kippt. Das passiert mit gleich schweren Kindern und gleich schweren Gewichten aus Metall übrigens genauso. Die rund 100 Kinder in der Kinderuni-Videokonferenz der Hochschule Mittweida am vergangenen Samstag (25. September) konnten eifrig miträtseln, warum das Gewicht alleine nicht entscheidend ist.

Das wippt: Paul assistiert Professor Mahn beim Experiment zur Hebelwirkung.
Das wippt: Paul assistiert Professor Mahn beim Experiment zur Hebelwirkung.

Kinderuni-Dozent und Prorektor Forschung Professor Uwe Mahn klärte das Rätsel auf: Die entscheidende Rolle spielt der Hebel, das heißt die Entfernung des Gewichts vom Drehpunkt der Wippe. Je länger der Hebel ist, desto mehr Kraft übt das Gewicht aus. Diese Hebelwirkung macht auch vieles im Alltag leichter. Dafür brachte Professor Mahn zahlreiche Beispiele mit, zum Beispiel eine Schere, eine Kneifzange, eine Türklinke und einen Flaschenöffner. Mit einer Eisenstange als Hebelwerkzeug konnte dann auch Kinderuni-Student Paul live einen schweren Betonklotz anheben.

Das zischt: Das Kinderuni-Team vom 25. September 2021: Robin Biebl, Paul, Celina und Professor Uwe Mahn.
Das zischt: Das Kinderuni-Team vom 25. September 2021: Robin Biebl, Paul, Celina und Professor Uwe Mahn.

Paul unterstützte mit Celina den Professor bei den Experimenten vor der Kamera. Mehr Kinder durften wegen Corona noch nicht im Raum mit dabei sein. Aber das soll sich im nächsten Jahr endlich wieder ändern. „Gerade technische Themen wie das von Professor Mahn werden für die Kinder erst durch Ausprobieren vor Ort viel lebendiger“, sagt Kinderuni-Organisator Robin Biebl vom Institut für Kompetenz, Kommunikation & Sprachen (IKKS) der Hochschule Mittweida. Er freut sich schon darauf, wenn wieder viele Kinder im großen Hörsaal mit dabei sein können.

Der Artikel wurde zuerst auf der Webseite der Hochschule Mittweida unter New & Meldungen veröffentlicht. 

Text: Helmut Hammer / Bilder: Hochschule Mittweida