Nachlese: OHA! Erste Lange Nacht der Wissenschaften in Zittau/Görlitz

Mensch mit Regenschirm vor einer großen Leinwand im Regen

Regentropfen sorgen für Spannung

Trotz Schietwetter – erste Lange Nacht der Wissenschaften war ein Erfolg

Die meistgeklickte App der letzten Woche war die Wettervorhersage – mindestens bei denjenigen, die in die Planung der langen Nacht der Wissenschaften „OHA! Abenteuer Wissenschaft“ eingebunden waren. Würde das Wetter halten, dürfen wir einen schönen Sommerabend genießen?

Seit sechs Monaten wurde an diesem Tag gefeilt und darauf hingearbeitet. Immerhin galt es ein Programm zu gestalten, das zwei Städte, neun Forschungsinstitutionen und viele weitere externe Angebote umfasste. Eine Veranstaltungswebseite wurde eingerichtet, Fotografen angeheuert, Marketingmaßnahmen erdacht und beauftragt.

Leider war die Wetterfee uns nicht hold (oder irgendjemand hatte tags zuvor den Teller nicht leer gemacht) – jedenfalls trafen wir für Görlitz die schwere Entscheidung, die eigens aufgebaute LED-Wand und Holzbühne nicht zu nutzen und die Abschlussveranstaltung in die Bluebox zu verlegen. Den Unbilden des Wetters trotzend starteten pünktlich 16 Uhr die Angebote, welche sich auf beide Städte verteilten. Schon nach einer knappen Stunde setzte Martin Laqua vom CASUS am Untermarkt einen ersten Hilferuf ab: „Die Stempelkarten für die Kinder gehen zur Neige!“ Nicht das schlechteste Zeichen. Für Nachschub konnten wir glücklicherweise rechtzeitig sorgen.

Auch Christian Düker vom Senckenberg konnte viel Gutes berichten: Neue Gesichter, die das erste Mal hineinschnupperten, viele Kinder, lange Verweildauer, intensive Gespräche. Prof. Meinert von der HSZG erzählt, dass die Mitarbeitenden an seiner Station kaum mal eine Pause machen konnten. An vielen weiteren Stationen in Zittau und Görlitz gab es von 16 – 20 Uhr ähnlich viel Andrang.

Ab 20 Uhr versammelten sich alle Neugierigen an den beiden Hochschulstandorten. In Görlitz startete die Abendveranstaltung im großen Hörsaal. Es wartete eine Experimente-Show zum Miträtseln und drei Science-Slam Vorträge. Aber zuvor gab es offizielle Grußworte und die Verlosung von Preisen für die erfolgreichen Stempelrallyisten.
In Zittau war man mutiger. Trotz herannahender Regenwolke ging es 20 Uhr draußen auf dem Campusgelände los. Die Dramaturgie hätte nicht besser gewählt sein können. Pünktlich zu Prof. Webers Science-Slam „Oberflächlich spannend! Oder auch: Eine Geschichte über Wassertropfen.“ kamen sie dann auch – die Wassertropfen. Und da sie nicht nur auf der LED-Wand zu sehen, sondern auch auf den Köpfen zu spüren waren, erfolgte kurzerhand der Umzug in den nahen, rettenden Hörsaal. So konnten Science-Quiz und Science-Slams erfolgreich zu Ende gebracht werden, die Gäste fühlten sich sichtlich gut unterhalten und genossen im Anschluss feine Klänge unterm Hörsaal-Vordach – auch wenn es da schon gar nicht mehr regnete.

Ein schöner Abend, eine schöne Veranstaltung neigte sich dann dem Ende entgegen. Wir sind zufrieden, auch mit den Besucherzahlen – ca. 400 waren es in Görlitz und in Zittau 500. Es war einfach schön zu sehen, wie viele engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die neun beteiligten Forschungseinrichtungen der Region haben und wie viele interessierte Menschen hier wohnen.

Natürlich hat es an der ein oder anderen Stelle gehakt – wie das eben ist, wenn man etwas das erste Mal macht. Trotzdem wurde wurde eine breite Bürgerschaft erreicht und somit der Wissenstransfer in die Gesellschaft auf ein neues Niveau gehoben, durch die Einbindung der direkten und assoziierten Partner wie VHS Dreiländereck, Stadt Zittau, Landkreis Görlitz, Fraunhofer IOSB, Fraunhofer IWU und die Vernetzung aller Forschungseinrichtungen der Oberlausitz sowie aller Fakultäten und Institute der HSZG entstand ein großen Interdisziplinarum, welches das Wachstum des WTT in dieser Region nur vorantreiben kann.

Wer nochmal nachschauen möchte, welch tolles Angebot wir hatten: www.abenteuer-wissenschaft.de. Hier werden auch zeitnah schöne Impressionen der Veranstaltung zu finden sein.

Blau angestrahltes Gebäude bei Nacht

Die Federführung bei der Veranstaltungsplanung lag in den Händen des Teams aus dem Saxony5 Teilvorhaben Marktplatz der Ideen. Sollten Sie als Gast oder Mitgestalter der Veranstaltung also noch wertvolles, gern auch sachlich kritisches, Feedback zu „OHA! Abenteuer Wissenschaft“ haben, dann melden Sie es gern an Kristin Sprechert.

Ein großer Dank geht an:

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Senckenberg Museum, CASUS, IZS, Fraunhofer IOSB, Fraunhofer IWU, Fraunhofer IEG, DLR, IHI und der HSZG, die tolle Angebote beigesteuert und bei Auf- oder Abbau geholfen haben. Die Dezibar, Bierblume, Vinyl, die Fachschaftsräte der F-E und F-S und Jenny Böttcher für Speis und Trank. Laura Jankowski, Marcel Schröder, Anass Halime und Sven Müller für die schönen Bilder und Videos der Veranstaltung. OB Herrn Zenker, Herrn Dr. Nicke, OB Herrn Ursu, Herrn Prof. Xylander, Herrn Prof. Kratzsch und Herrn Prof. Kollmorgen für die Grußworte zur Eröffnung. Christian Düker und Julian Dutschke für die charmanten Moderationen der Abendveranstaltungen. Die VHS Dreiländereck, die Handwerkskammer Dresden, das MINOS- Netzwerk, VDIni, die Erfinderkiste, die ENSO für ihre Unterstützung mit weiteren Angeboten. Das Dezernat für Technik und Gebäudemanagement der Hochschule, insbesondere an die Hausbetreuer und Elektriker und an Frau Grundmann. Danke.