Rückblick Innovation Meetup: Biomedical Sensors & Smart Materials

Drei Personen betrachten einen Sensor mit Kabel.

Am 26. Februar wurde die HTW Dresden zum Zentrum für die Gesundheitsversorgung von morgen. Gemeinsam mit unseren Partnern von Biotronis, WIR! sind DIANA und dem Leistungszentrum Smart Production and Materials haben wir zum Innovation Meetup geladen: Nach zukunftsweisenden Pitches ging es im InnoSpeedDating für die Vortragenden in einen 1:1-Austausch mit Interessierten aus dem Publikum. Wir sind jetzt schon gespannt, welche Kooperationen sich aus den Sessions ergeben haben!

Sieben Pitches – Visionen für die Medizin der Zukunft

Das Herzstück des Tages bildeten sieben prägnante Pitch-Präsentationen. Unsere Referent*innen zeigten eindrucksvoll auf, wo neuartige Sensorik und Materialien die Präzisionsmedizin von morgen prägen können:

  1. Dr.-Ing. Christian Redlich (Fraunhofer IFAM Dresden): Er präsentierte Fortschritte bei abbaubaren Metallen für die Life Sciences. Im Fokus standen resorbierbare Stents aus Molybdän und Faserstrukturen aus Magnesium für die Knochenregeneration, die sich nach ihrer Funktion im Körper sicher auflösen.
  2. Richard Kantelberg (TU Dresden): Er stellte ein resorbierbares organisches Sensor-Implantat vor, das Darm-Ischämien (Durchblutungsstörungen) nach Operationen in Echtzeit überwachen kann. Statt der üblichen Diagnoseverzögerung von mehreren Tagen kann dieser Sensor Komplikationen bereits innerhalb von 20 Minuten melden.
  3. Dr. Larysa Baraban (HZDR): Ihr Pitch widmete sich Biosensoren für die Krebsdiagnostik. Sie präsentierte die Vision tragbarer, tröpfchenbasierter Mikrofluidik-Systeme für die klinische Echtzeit-Diagnostik und das Monitoring von Krebserkrankungen mittels biodegradabler Sensoren.
  4. Nataliia Gromberg (Fraunhofer IWU): Sie demonstrierte mit dem WEAM-Verfahren (Wire Encapsulation Additive Manufacturing), wie Elektronik nachhaltig in Wearables und medizinische Hilfsmittel integriert werden kann. Ein Highlight war eine adaptive Orthese, deren Steifigkeit thermisch angepasst werden kann.
  5. Dr. Mario Baum (Fraunhofer ENAS): Unter dem Leitbild „One Health“ präsentierte er tragbare Sensorsysteme, wie z. B. Biosensor-Patches mit Mikronadeln. Diese „Lab-on-Skin“-Lösungen ermöglichen die kontinuierliche Überwachung von Biomarkern in der Gewebeflüssigkeit, ähnlich dem bekannten Glukose-Monitoring.
  6. Dr. Philipp Steinert (TU Chemnitz): Er gab Einblicke in das Design kapillarkraftgesteuerter Diagnostiksysteme. Durch computergestützte Simulationen lassen sich hocheffiziente Lab-on-a-Chip-Systeme (LoC) entwickeln, die beispielsweise Entzündungsmarker für die Alzheimer-Früherkennung präzise analysieren.
  7. Philipp Thiem (WHZ): Er stellte das Projekt IKM-Sens vor – ein intelligentes, textilbasiertes Sensorsystem für die Inkontinenzversorgung. Durch Feuchtigkeitssensoren in Windeln und Bettunterlagen kann der Pflegebedarf in Echtzeit via App überwacht werden, was besonders Demenzpatienten zugutekommt.

InnoSpeedDating und neue Perspektiven

Neben den fachlichen Impulsen stand der direkte Dialog im Fokus. In unseren InnoSpeedDating-Sessions entstanden dynamische Gespräche. Diese fokussierten Austauschrunden haben frische Perspektiven eröffnet und hoffentlich vielversprechende Kooperationsmöglichkeiten aufgezeigt.

Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Partner*innen, alle Pitch-Präsentator*innen, die Aussteller*innen der Poster-Session und natürlich an alle Gäste, die durch ihre Fragen und Diskussionsfreude zum Erfolg des Events beigetragen haben.

Wir freuen uns bereits jetzt auf die Kooperationen, die durch das InnoSpeedDating entstanden sind und sehen uns hoffentlich beim nächsten Innovation Meetup!

veröffentlicht am 03.03.2026, von Eric Neiß

Ort

Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden
Friedrich-List-Platz 1
01069 Dresden
U 601

Veröffentlichungsdatum

03.03.2026

Kontakt

Porträtfoto Jacob Richter

Dr. Jacob Richter

Transfermanager

Tel.: +49 351 462 3924

Schlagwörter

Matchmaking

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