„Forschung trifft …“ 2026 – Rückblick auf das Netzwerk-Event

Vier Männer stehen nebeneinander, unterhalten sich und halten jeweils ein Getränk in der Hand. Im Hintergrund sind weitere Gruppen von Menschen zu sehen
Gäste am Netzwerken am Forschungscampus Liebknechtstraße der HTWK Leipzig (Foto: Swen Reichhold/HTWK Leipzig)

Bereits zum 5. Mal lud das Referat Forschung zum Netzwerkevent „Forschung trifft ...“. Mehr als 200 Forschende und Mitarbeitende der HTWK Leipzig und des dazugehörigen Forschungs- und Transferzentrums Leipzig (FTZ) sowie zahlreiche Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft kamen dieses Mal am 10. Juni 2026 am zentralen Campus in Leipzig-Connewitz zusammen. Sie erwartete ein volles Programm rund um Additive Manufacturing (AM) – einem Querschnittsthema an der Hochschule. Von Rapid Tooling und optimierten Mechaniken für Musikinstrumente über wärmeleitende und kühlende Oberflächen, speziellen Tragwerkskonstruktionen in der Architektur bis hin zu nachhaltigen Recyclingansätzen: Gezeigt wurde die Vielfalt aktueller Forschungs- und Transferprojekte aus allen Fakultäten.

Ein Keks mit Lebensmittelfarbe
Ein Keks wird mit Lebensmittelfarbe bedruckt (Foto: Swen Reichhold / HTWK Leipzig)

Eröffnung des neuen AM³-Labors

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vorstellung und Eröffnung des neuen „Additive Multimaterial Manufacturing (AM³)“-Labors. Dieses bildet die Basis für die Forschung an vollintegrierten Fertigungsprozessen mit verschiedenen Materialien – mit Anwendungen in Wirtschaftszweigen wie Maschinen- und Anlagenbau, gedruckter Elektronik oder medizinischer Sensorik und Diagnostik. Zum neuen Labor gehören unter anderem drei Forschungsgroßgeräte: Ein Bio-Printer der neuesten Generation, ein hochflexibler, pulverbasierter Polymer-3D-Drucker und ein Analysegerät. „Wir drucken nicht mehr nur Geometrien – wir drucken Funktionen“, fasst Ingo Reinhold, Professor für Beschichtungsprozesse an der HTWK Leipzig die Innovation der neuen Forschungsumgebung zusammen.

Mitgedacht ist hier von Anfang an die Überführung von Forschungsergebnissen in die Anwendung. Auch hierfür bietet das Labor künftig verbesserte Voraussetzungen: sei es für Kooperationen mit Wirtschaft und Wissenschaft, die Durchführung von Veranstaltungen oder die Erprobung neuer Formen der kollaborativen Zusammenarbeit. Hiermit erweitert die HTWK Leipzig zugleich ihr Angebotsspektrum im Bereich Additive Manufacturing und fügt so unserem Transfernetzwerk einen weiteren Baustein im Bereich Produktion hinzu.

Vier Personen stehen am Rednerpult im Hörsaal. An die Wand wird eine Folie projiziert, und eine Frau spricht in ein Mikrofon
Prof. Ingo Reinhold und Prof. Ines Dani von der HTWK Leipzig sowie Prof. Fabian Hesse und Prof. Mitra Wakil von der HGB Leipzig sprechen über Additive Manufacturing in Kunst und Bildung (Foto: Katrin Haase/HTWK Leipzig)

Begleitendes Fachprogramm: AM³-Symposium

Vorgelagert fand am Vormittag das gleichnamige Fachsymposium des AM³-Forschungsbereichs der HTWK Leipzig statt, das der Bereich gemeinsam mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst veranstaltete. Um neue Ideen, Kompetenzen und Bedarfe zu generieren, setzte das Symposium auf die systematische Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie Kunst, Kultur und Bildung.

Die rund 70 Gäste des Symposiums nutzten die Gelegenheit, sich über verschiedene Bereiche und Aspekte des 3D-Drucks zu informieren, darunter zu Pulver- und Inkjet-basierten Prozessen und Materialextrusionen, sowie sich mit Expertinnen und Experten aus Leipzig und der Region auszutauschen und zu vernetzen.

Campusweite Laborrundgänge

Zudem fanden in mehreren Gebäuden am zentralen Campus in verschiedenen Gebäuden Laborrundgänge statt, die Einblicke in Materialien, Analytik, Prozessentwicklung und Qualitätssicherung für unterschiedliche AM-Verfahren boten. Am Gutenberg-Bau gab es geführte Laborrundgänge zum Themenfeld „2D- und 3D-Additive Manufacturing: Materialien, Prozesse und Produkte“. Im Nieper-Bau waren ebenfalls mehrere Labore geöffnet: Forschende stellten beispielsweise vor, wie sich der 3D-Druck auf den Leichtbau auswirkt, wie dieser den Akkordeon-Bau revolutionieren kann oder was aus verschiedenen Ausgangsmaterialien wie Tonerde damit entstehen kann.

Mehrere Personen betrachten Exponate auf einem Tisch. Ein Mann erläutert die ausgestellten Objekte, während die Gruppe ihm zuhört
Einblick in das neue AM³-Labor während einer Führung (Foto: Swen Reichhold/HTWK Leipzig)

„Bei unserem Stand konnten Interessierte erleben, wie aus einem digitalen Modell ein gebranntes, keramisches Bauteil wird“, sagte Monica Rossi-Schwarzenbeck, HTWK-Professorin für Konstruktives Entwerfen und Energieeffizientes Bauen. Am Forschungscampus Liebknechtstraße bestaunten die Gäste neben dem neuen AM³-Labor auch die in Zusammenarbeit mit der Hochschule Mittweida entwickelten 3D-gedruckten Stahlknoten der Forschungsgruppe FLEX, die Live-Messungen im Schalllabor des Instituts für Betonbau und die gedruckten Roboterhände.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Website der HTWK Leipzig als „Forschung trifft …“ 2026 – Rückblick auf das Netzwerk-Event.

veröffentlicht am 16.06.2026, von Dr. Franziska Böhl

Ort

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
Karl-Liebknecht-Straße 132
04277 Leipzig

Veröffentlichungsdatum

16.06.2026

Kontakt

Porträtfoto Franziska Böhl

Dr. Franziska Böhl

Projektmitarbeiterin

Tel.: +49 341 3076 6626

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