Planspiel zur Kommunalen Wärmeplanung erfolgreich erprobt
Anfang Februar 2026 wurde das von Studierenden entwickelte Planspiel zur Kommunalen Wärmeplanung – „Bürgerversammlung der Stadt Thermopolis“ – erfolgreich durchgeführt. Das Planspiel wurde im Rahmen eines Projektseminars konzipiert. Es verfolgt das Ziel, die komplexen Entscheidungsprozesse kommunaler Wärmeplanung praxisnah und interaktiv erfahrbar zu machen – von Zielkonflikten und Partikularinteressen verschiedener Akteursgruppen bis hin zu strategischen Abwägungen und technischen Machbarkeiten.
Warum kommunale Wärmeplanung ein „Team-Sport“ ist
Die Energiewende stellt Kommunen, Wohnungsunternehmen und Energieversorger vor komplexe Aufgaben. Wärmeplanung in Quartieren gelingt nur, wenn verschiedene Akteure gemeinsam handeln und technische, ökologische, ökonomische und soziale Aspekte ausgewogen berücksichtigt werden. Dazu gehört auch, Entscheidungsprozesse nachvollziehbar zu gestalten und moderieren zu können.
Das Planspiel „Thermopolis“: Entscheidungen unter Realbedingungen
Planspiele sind in der Hochschullehre ein bewährtes Instrument, um komplexe Zusammenhänge kooperativ und handlungsorientiert zu vermitteln. In „Thermopolis“ erleben Teilnehmende eine Bürgerversammlung zur kommunalen Wärmeplanung: Unterschiedliche Rollen und Interessen treffen aufeinander, Lösungspfade werden diskutiert, abgewogen und begründet.
Überzeugende Leistung der Studierenden
Die Studierenden haben das Planspiel methodisch und inhaltlich sehr überzeugend umgesetzt. Sie haben Projektmanagement-Methoden genutzt, um die umfangreiche Aufgabe strukturiert zu bearbeiten, und zugleich die fachliche Komplexität des Themas souverän gemeistert. Mit großem Engagement und sichtbarem Spaß am gemeinsamen Arbeiten ist ein didaktisch starkes, praxisnahes Format entstanden.
Zusammenarbeit mit Teilprojekten und Praxispartnern
Ein herzlicher Dank gilt Jana Brauweiler und dem Team Integrierte Managementsysteme (TIMS) für die Möglichkeit, dieses Planspiel gemeinsam mit Studierenden zu entwickeln und zu erproben. Ebenso danken wir Jonas Pfeiffer für den Theorie-Input zur kommunalen Wärmeplanung, der eine wichtige Grundlage für das Planspiel war. Entwickelt und getestet wurde das Format außerdem gemeinsam mit dem Teilprojekt Energie und dem Sustainable Business-Hub. Hintergrund ist, dass kommunale Wärmeplanung in der Praxis oft erklärungsbedürftig ist: Viele Bürgerinnen und Bürger kommen erst damit in Kontakt, wenn konkrete Maßnahmen im Raum stehen und dann fehlt häufig das Verständnis dafür, warum bestimmte Entscheidungen getroffen werden und welche Optionen es überhaupt gibt. Das Planspiel setzt genau dort an: Es übersetzt typische Situationen, Rollen und Zielkonflikte in eine „Bürgerversammlung“, in der man die Perspektiven verschiedener Akteure einnimmt, Argumente abwägt und Entscheidungen nachvollziehen kann. So soll das Format künftig auch in Veranstaltungen mit Kommunen und Praxispartnern eingesetzt werden, um Gespräche zur Wärmeplanung verständlicher und konstruktiver zu machen. Nicht zuletzt bedanken wir uns bei allen Mitspielerinnen und Mitspielern (Bert Salomo, Anker Zenker-Hoffmann, Matthias Kunick, Nina Frey, Jana Brauweiler, Tom Richter) für die aktive Mitwirkung und den wertvollen Praxisblick.
Wie geht es weiter?
Wir freuen uns darauf, das Planspiel weiterzuentwickeln und künftig gemeinsam mit interessierten Kommunen, Praxispartner*innen sowie weiteren Gruppen einzusetzen.
veröffentlicht am 17.02.2026, von Lucas Wenzel
Ort
Hochschule Zittau/Görlitz
Theodor-Körner-Allee 16
02763 Zittau/Görlitz
Veröffentlichungsdatum
17.02.2026