Saxony5-Transferimpulse – 3D-Druck und Schallabsorption

Ein-Ausschnitt-der-Struktur-eines-Schallabsorbers

Am 25.11.2021 gab es in der Veranstaltungsreihe „Saxony5-Transferimpulse“ wieder einen gemeinsamen Workshop der Co-Creation Labs Additive Fertigung und Oberflächentechnik. Dieses Mal war das Thema „3D-Druck und Schallabsorption“.

Die Akustik in Räumen wird häufig nur durch einzelne Frequenzen oder schmale Frequenzbereiche, bei denen es zu einem unangenehmen Hall kommt, gestört. Kommerziell erhältliche Schallabsorber zur Verbesserung der Raumakustik sind breitbandig ausgelegt. Dadurch werden nicht nur die eigentlich störenden Frequenzen gezielt absorbiert, sondern in zu großem Maße auch die nicht-hallenden Frequenzen, wodurch der Raum unangenehm dumpf wirkt. Die Lösung liegt in einer speziellen Struktur, die es ermöglicht, Schallabsorber direkt auf ihre Anforderungen zugeschnitten zu designen und so gezielt an die akustischen Anforderungen des jeweiligen Raumes anpassen zu können. An dieser Stelle kommt der 3D-Druck ins Spiel.

Ausschnitt einer Präsentation über Mikroverfahren an der LHM
Julian Drechsel bei seinem Vortrag „Vom Schwibbogen zum Schallabsorber – Möglichkeiten des metallischen Mikro-3D-Drucks“.

Julian Drechsel vom Laserinstitut Hochschule Mittweida gab zunächst einen Überblick über die Möglichkeiten des metallischen Mikro-3D-Drucks. Mit dieser Technologie wurden auch Modellproben gefertigt, die der Verifizierung von Berechnungsmodellen dienten, die Johannes Winter von der HTW Dresden im Anschluss vorstellte. Das Ziel ist am Ende die Fertigung individuell auf ihre Anforderungen optimierter Schallabsorber mittels 3D-Druck, dann allerdings aus Kunststoff.

Ausschnitt aus einer Präsentation
Johannes Winter bei seinem Vortrag „Individuell auf ihre Anforderungen optimierte und mittels 3D-Druck gefertigte Schallabsorber“.

Mit 13 Teilnehmenden war der Workshop wieder gut besucht. Der nächste Workshop im Rahmen der Saxony5-Transferimpulse findet am 16.12.2021 zum Thema „Wissenschaft trifft Wirtschaft – Medieninformatik in angewandten virtuellen Welten erleben“ statt.

Text: Michael Pfeifer, Johannes Winter Bilder: HTW Dresden, Hochschule Mittweida