Saxony5 geht in die zweite Runde

Logo Saxony5 2.0 mit Unterschrift Wissen nachhaltig vernetzt

Im Rahmen der zweiten Förderrunde der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ wurde der sächsische Verbund der Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) erneut ausgewählt und kann damit den Wissens- und Technologietransfer in Sachsen weiter aktiv voranbringen.

Am 05.05.2022 wurde durch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) bekannt gegeben, dass Saxony5 von einem unabhängigen Expertengremium für die zweite Förderrunde ausgewählt wurde.

Saxony5 –der Name steht für eine (nicht ganz erwartete) Erfolgsgeschichte. Nach dem Start in 2018 gab es einige Stimmen, die skeptisch waren, ob ein Verbund von gleich fünf HAW aus einem Bundesland funktionieren kann. Denn die Ziele waren groß, immerhin sollte in dem 15 Mio. EUR-Projekt mit der HTW Dresden als koodinierende Hochschule eine gemeinsame Transfer-Kultur entwickelt werden, die eine neue Qualität für den Wissens- und Technologieaustausch mit der Wirtschaft und Gesellschaft in Sachsen schafft.

Saxony5, gesprochen „Saxony-high-five“, steht für die fünf Verbundpartner in Sachsen: Hochschule für Technik Wirtschaft und Kultur Leipzig, Hochschule Mittweida, Hochschule Zittau/Görlitz, Westsächsische Hochschule Zwickau und Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Dass sie nach der ersten Förderphase von fünf Jahren eine Förderung für weitere fünf Jahre erzielen können, schien erst recht sehr unwahrscheinlich. Denn die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zu 90 % und den Ländern zu 10 % geförderte Initiative „Innovative Hochschule“ (IHS) ist prestigeträchtig und unter den Hochschulen deutschlandweit als Förderprogramm sehr beliebt. Entsprechend herrscht ein enormer Konkurrenzdruck, gerade für bereits geförderte Einrichtungen

Den sächsischen Forscherinnen und Forschern ist dieses doppelte Kunststück jedoch gelungen: In der ersten Förderperiode etablierten sie, unter anderem in so genannten „Co-Creation-Labs“, eine gemeinsame, hochschulübergreifende Arbeitsweise. Sie schufen neue, effektive Kontaktformate zur Wirtschaft und steigerten nachweisbar ihre Drittmittel-Umsätze. Für die zweite Förderperiode (2023-2027) wurden die bisherigen Konzepte mit Erfolg weiterentwickelt und der Antrag fand auch diesmal die Zustimmung der Gutachter. Damit steht der sächsische Transferverbund abermals auf der Liste der Projekte, die aus der großen Zahl an konkurrierenden Hochschulen zur Förderung ausgewählt wurden.

Gesamtprojektleiter Prof. Dr. Göbel ist hochzufrieden: „Die erneute Auswahl zeigt, dass wir nicht nur gute Konzepte eingebracht haben, sondern diese in unserem Antrag zu „Saxony5 2.0“ auch überzeugend vermitteln konnten. In den Hochschulen schlummern immer noch viele Ideen, die nur darauf warten, „draußen“ aufgegriffen zu werden. Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn wir die Anwender damit noch besser erreichen.“

Von den ursprünglich bundesweit geförderten 29 Projekten der ersten Förderphase können nur fünf ihre Aktivitäten im Rahmen der 2. Förderphase der IHS weiterführen. Dabei gehört Saxony5 zu den drei größten Verbünden der IHS und unterstützt mit seiner Abdeckung der sowohl städtischen als auch ländlichen Regionen breitflächig das sächsische Innovationsgeschehen. Zudem ist Saxony5 2.0 als sächsisches Projekt eines von lediglich sieben ausgewählten Projekten in den neuen Bundesländern. Insgesamt haben sich 165 Hochschulen sowie kleine und mittlere Universitäten an der mit einem Gesamtvolumen von bis zu 285 Mio. Euro dotierten Ausschreibung beteiligt.

Im Rahmen der neuen Förderphase geht es nun vor allem um die nachhaltige Verstetigung der bereits begonnenen Aktivitäten. Thematisch konzentriert sich die Arbeit auf die Bereiche Produktion, Energie und Umwelt. Effektivität und Professionalität der verwendeten Transferformate sollen steigen, damit der Zusatzaufwand für Forscherinnen und Forscher später so gering wie möglich ist. Ihnen stehen dann viele innovative Methoden abrufbereit zur Verfügung, etwa zur multimedialen Kommunikation, zum interaktiven Transfer, zu erlebbaren Transferräumen und zur transferbezogenen Kompetenzvermittlung. Zusätzlich werden computergestützte Hilfesysteme etabliert, die künstliche Intelligenz einsetzen.