Science Slam 2021

Logo des Science Slam 2021

Vibrierende Fahrradlenker, saubere Abwasserkanäle und erwünschte Unkräuter – der Saxony5 Science Slam 2021 überzeugte mit vielfältigen und spannenden Themen.

Der diesjährige Saxony5 Science Slam konnte glücklicherweise trotz Corona stattfinden. Zwar war das Publikum reduziert auf 53 Zuschauerinnen und Zuschauer, aber den zur Verfügung gestellten Live-Stream nutzen weitere 170 Interessierte, um den kurzweiligen und informativen Vorträgen zu folgen. Egal ob vor Ort oder über YouTube zugeschaltet, die Zuhörerschaft hatte im Anschluss die Möglichkeit, über das Online-Tool Menti für ihre Favoriten zu stimmen.

Dieses Jahr traten an:

Prof. Dr. Röbbe Wünschiers (HSMW)

Prof. Wünschiers steht auf der Bühne
Prof. Wünschiers erzählt vom Tagebuch einer Biene

Tagebuch einer Biene

Führen Sie ein Tagebuch? Bienen tun dies – etwas technischer könnten wir es auch als Flug-Logbuch bezeichnen. Sie tun dies natürlich nicht bewusst, sondern über den eingesammelten Pollen im Pollenhöschen. Eine Analyse des Pollens gibt Auskunft über die besuchten Blüten. Können wir diese Information entschlüsseln und nutzen? Klaro. Können wir daraus etwas über die Biodiversität rund um den Bienenstock lernen? Vielleicht.

Prof. Dr. Georg Freitag (HTW Dresden)

Prof. Freitag steht auf der Bühne
Prof. Freitag erklärt übersinnliche Wahrnehmungen

Übersinnliche Wahrnehmung – die Welt taktil Sehen

Trotz unserer fünf (Haupt-) Sinne nehmen wir nur einen winzigen Bruchteil unserer Umwelt wahr. Für viele der Wunder jenseits des Erlebbaren sind wir sozusagen blind und taub. Der Ansatz des Taktilen Sehens ermöglicht es erstmals die Welt um uns herum mit Hilfe des augmentierten Tastsinns zu erkunden. Die hierbei spürbaren Sinneseindrücke eröffnen neue Chancen und ungeahnte Welten – eine übersinnliche Erfahrung.

M. Sc. Helene Böhme (HTWK Leipzig)

Helene Böhme steht auf der Bühne
Helene Böhme von der HTWK erklärt auf der Bühne die Stadt unter der Stadt

Die Stadt unter der Stadt – warum Kanäle stinken (oder auch nicht)

Abwasserentsorgung ist ein Thema, das alle berührt aber über das niemand gerne redet. Die „Stadt unter der Stadt“ kennt man eher als das Versteck von mutierten Kampfschildkröten oder mystischen Monstern als als Arbeitsort. Wie unser Kanalnetz funktioniert und warum gutes Abwasser nicht stinkt, darum geht es bei Helene Böhme.

Zwei weitere Teilnehmer mussten leider kurzfristig absagen, dafür sprangen Prof. Alexander Marbach von der Hochschule Mittweida und der Master-Student Nico Beier von der HTW Dresden ein und konnten auch ohne viel Vorbereitungszeit das Publikum von ihren Themen überzeugen.

Prof. Alexander Marbach (HSMW)

Prof. Alexander Marbach steht auf der Bühne
Prof. Marbach von der HSMW erklärt Engines in Echtzeitspielen

So ein Theater Engines in Echtzeitspielen

Jeder mag Spiele! Aber nicht jeder kann Spiele. Und was ist das mit dieser Echtzeit überhaupt? Wie heutzutage interaktive Inhalte erstellt werden, grenzt ein bisschen an Magie. Damit man aber den Zauber hinter dem ganzen Theater versteht, gibt es in diesem Slam eine kurze bildhafte Erklärung zu Computerspiele-Engines und wie mit Hilfe dieser Softwarepakete ein Spiel entsteht

B.Sc. Nico Beier (HTW Dresden)

Herr Beier steht auf der Bühne
Nico Beier erläutert den Tanz mit dem Laubsauger

Tanz mit dem Laubsauger – warum Vielfalt auf dem Feld wichtig ist

Was macht eigentlich ein Grabbelviehscherforschologe? Als Entomologe ist nicht nur die Artenvielfalt der Insekten auf einer Blumenwiese wichtig, sondern auch das Unkraut. Warum eigentlich Unkraut? Warum nutzt konventionelle Landwirtschaft Pflanzenschutzmittel und welche Auswirkung hat das auf die Insekten? Im Slam von Nico Beier (Co-Creation Lab Landwirtschaft und Biodiversität) wird deutlich warum Diversität auch auf Nutzflächen wichtig ist.

Die Teilnehmer*innen stehen neben den Moderator*in auf der Bühne, Prof. Wünschiers hält den Siegerpokal in den Händen
Herzlichen Glückwunsch an den Gewinner: Prof. Röbbe Wünschiers.

Der Preis in der dritten Ausgabe des Science Slams ging zum zweiten Mal nach Mittweida. Prof. Wünschiers (Co-Creation Lab Landwirtschaft und Biodiversität) setzte sich mit seiner DNA-Sequenzierung von Bienen-Pollen gegen die slammenden Wissenschaftler*innen der HAW in Leipzig und Dresden durch.

Fotos: HSMW/Saxony5