Veranstaltungsrückblick Oberflächentechnik: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“

Programmfolie - Aus der Forschung in die Anwendung - 28. April 2021

Am 28.04.2021 präsentierte das Saxony5-Co-Creation-Lab Oberflächentechnik bei der zweiten Ausgabe seiner digitalen Veranstaltungsreihe „Aus der Forschung in die Anwendung“ weitere Praxisbeispiele aus der bildgebenden Werkstoff- und Oberflächenanalytik. Kooperationspartner war erneut das Imaging Center Zwickau (ICZ) der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ). Rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet informierten sich über die Anwendungsmöglichkeiten moderner Imaging-Verfahren.

No Imaging, no Development

„No Imaging, no Development”, sagt Matthias Türpe von der MAHLE International GmbH in Stuttgart und außerdem Honorarprofessor an der WHZ. Unter dieser Überschrift erläuterte Professor Türpe in seinem Vortrag anhand von anschaulichen Beispielen den Bedarf und das Potenzial von Imaging-Verfahren in der Industrie. Da die vielfältigen Ausgabemöglichkeiten im Computerzeitalter auch zu einer Datenflut führen können, sind Simulationen mit bewegten Bildern oder auch Virtual Reality als industrieller Stand der Technik unverzichtbar geworden. Doch nicht immer muss es ein aufwendiges Video sein. Obwohl die zielgerichtete Aufbereitung von Laborergebnissen mit unterschiedlichen Medienformen zuweilen zeitintensiv ist, ist sie letztendlich ein Muss. Denn auch vermeintlich selbstverständliche oder einfache Sachverhalte können dadurch in einem anderen Licht erscheinen.

Vortragsfolie Professor Türpe - Aus der Forschung in die Anwendung - 28. April 2021

Röntgentechnik

„Moderne Röntgenmethoden für die Materialanalyse“, so lautete der Titel des zweiten Vortrags. Professor Christian Müller vom Leupold-Institut für Angewandte Naturwissenschaften (LIAN) der WHZ zeigte eindrucksvoll, wie Weiterentwicklungen im Bereich der Röntgentechnik dazu beigetragen haben, dass eine Vielzahl von Strukturparametern und physikalischen Größen wie Kristallstruktur, Textur oder mechanische Spannung mit einem überschaubaren Zeitaufwand und guter Genauigkeit von unterschiedlichen Probenbereichen erhalten werden können. Die vorgestellte Auswahl von Anwendungsbeispielen machte deutlich, dass moderne Röntgenmethoden vielfältige Möglichkeiten zur Anpassung an Messaufgaben bieten und somit sehr flexibel einsetzbar sind. Dies gilt auch für die Größe der Untersuchungsobjekte: von makroskopisch groß bis mikroskopisch klein ist alles möglich.

Vortragsfolie Professor Müller - Aus der Forschung in die Anwendung - 28. April 2021

Vorschau: 3. Ausgabe „Aus der Forschung in die Anwendung“ am 16. Juni 2021

Mit einem Ausblick auf die dritte Ausgabe von „Aus der Forschung in die Anwendung“ verabschiedete Silke Mücklich, WHZ-Professorin und Koordinatorin des Co-Creation-Labs Oberflächentechnik, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Wir freuen uns, wenn Sie am 16. Juni wieder dabei sind – wieder ein Mittwoch, wieder um 16:30 Uhr. Dann wir das Thema Verschleiß bzw. Verschleißschutz im Mittelpunkt stehen.“

Auf dem Programm steht am 16. Juni 2021 der ursprünglich für die März-Ausgabe geplante Beitrag zur Untersuchung des Verschleißzustandes von Explantaten mit abbildendenden Techniken. Außerdem stellt sich das neueste Start-up aus dem Laserinstitut Hochschule Mittweida (LHM) vor: Die am 17. März 2021 offiziell gestartete ANTACON GmbH steht für neuartige und hochinnovative Kohlenstoffschichten zum Verschleißschutz von stark beanspruchten Werkzeugen und Komponenten.

Text: Peter Scheffler (WHZ), Bilder: WHZ, MAHLE International GmbH