Wie erklär ich´s dem Fachfremden?

… und am besten so, dass ich bei ihm mit meiner Botschaft in Erinnerung bleibe!

Darum ging es am Mittwoch beim Workshop „Forschung spannend und souverän vor einem fachfremden Publikum präsentieren“.

Während es bei Präsentationen auf Fachtagungen wohl vor allem auf Inhalt, Inhalt und nochmals Inhalt ankommt, sieht die Sache bei fachfremden Publikum doch gleich ganz anders aus. Als Wissenschaftler kann ich nicht davon ausgehen, dass Politiker oder Vertreter der Wirtschaft grundlegende Fachbegriffe, wie „Audit“ oder „Sektorenkopplung“ verstehen. Noch weniger, dass sie sich für Herleitungen, Berechnungen oder Diagramme interessieren. Und gerade bei diesem Publikum geht es doch oft um die Möglichkeit Fördergelder einzuwerben, für die eigenen Forschungsthemen Interesse zu wecken und auf die Wichtigkeit hinzuweisen. Hier möchten wir mit Saxony5 als Projekt für den Wissenstransfer ansetzen und die Wissenschaftler unterstützen.

Wie man das Publikum also davon abhält, nach dem 3. Satz so langsam wegzudämmern oder sich dem Smartphone zu widmen, haben die Teilnehmer am letzten Mittwoch erfahren.

Innerhalb der sechs Stunden vermittelte die Trainerin Anna Strittmatter, mit welchen kleinen und großen Tricks die eigene Präsentation hervorsticht und in Erinnerung bleibt. In zwei Runden wurden alle Teilnehmer mit der Kamera aufgezeichnet und im Anschluss analysiert. Nicht ganz leicht, sich selbst bei der Präsentation zuzuschauen. Aber ungemein hilfreich.

Frau Strittmatter ist übrigens das lebende Beispiel dafür, wie man gut präsentiert. Sie lässt es einfach aussehen, fesselt den Zuhörer. Es ist kein Zufall, dass sie langjährige Dozentin und Gastprofessorin für Sprecherziehung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin, Freie Medientrainerin für die Evangelische Medienakademie und Lehrbeauftragte für Sprechtraining an der Filmuniversität Babelsberg ist.

Wir hatten das Gefühl, dass bei ihr sowohl der ungeübte Präsentationsneuling, wie auch der erfahrene Vortragende individuelle und hilfreiche Tipps bekam und sich schnell verbessern konnte.

Da die Resonanz der Teilnehmer durchweg positiv war, plant das Projektteam von Saxony5 diese Veranstaltung möglichst schon in diesem Jahr erneut für interessierte Nachwuchswissenschaftler, neugierige Präsentationsprofis und totale Neulinge anzubieten. Alle sind herzlich willkommen.

Der Beitrag erschien zuerst auf hszg.de