Wissen Sie, wie Forschung funktioniert?

Bürger trifft Wissenschaft im AAl-Labor der Hochschule Zittau/Görlitz

Im Januar 2019 wurden beim Neujahrsempfang der IHK, HWK sowie der Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) kleine Interview-Sequenzen gezeigt, in denen einige Bürger der Stadt Zittau ein kurzes Statement zur Hochschule abgaben. Neben sehr gut informierten Menschen gaben einige auch offen zu, dass ihnen zur Hochschule nicht viel einfiele.

Da kommt die Kooperation der HSZG mit der hiesigen Volkshochschule Dreiländereck (VHS) im Projekt Saxony5 gerade zur rechten Zeit! Hier sollte es doch möglich sein, neue potentielle interessierte Bevölkerungsschichten zu erschließen und sie für die vielen tollen Forschungsprojekte der Hochschulen zu begeistern.

Zusammen mit Matthias Weber und René Seidel von der VHS wurde die Idee entworfen, im Rahmen eines Kurses, Bürger in die Hochschule einzuladen. Im auf zehn Teilnehmer*innen limitierten, fast privaten Rahmen – mit etwas Kleinem zu Essen und Trinken für die Gespräche danach in der Hand – soll der Forschende ganz nahbar erzählen können, was er denn tagtäglich tut, wie denn Wissenschaft überhaupt funktioniert. So kann auch fern von den Kommentarspalten in den sozialen Medien offen über das Zustandekommen von Ergebnissen in der Forschung diskutiert und ein Schritt zu mehr Verständnis füreinander geschaffen werden. Letztendlich soll damit auch die Bereitschaft aller gesteigert werden, sich an der Wissenschaft zu beteiligen.

In je zwei Vormittags- und zwei Abendterminen zeigten wir unseren Gästen das Zittauer Kraftwerkslabor und die LaNDER³ Halle. Im teils wirklich sehr durchmischten Publikum aus allen Bevölkerungsschichten (ehemalige Absolventen, ehemalige Kraftwerksmitarbeiter, interessierte Metallbauer, Lehrer, Techniker, Rentnerinnen, Kinder….) kam die Möglichkeit, sich ganz unkompliziert über die Forschung der Hochschulen zu informieren, sehr gut an. Wir werden deswegen die Veranstaltung auch in diesem Jahr anbieten.

Ausdrückliches Ziel der Veranstaltungen ist es, dass wir an der Hochschule interessierte Bürger begrüßen, die sich sonst nicht an die HSZG trauen. Wenn Sie also an der Hochschule arbeiten, oder öfter hier zu Gast sind, empfehlen Sie diese Veranstaltungen doch gern mal Verwandten oder Bekannten, die die Hochschule und ihre Forschung noch nicht so gut kennen.

Wir danken an der Stelle ganz besonders den Wissenschaftler*innen, die sich auf das Format eingelassen und damit Ihre Forschung zum Greifen nah präsentiert haben.