Austausch im AAL-Labor: Technik, Pflege und Demenz im Fokus

Am 7. August 2025 öffnete das AAL-Labor seine Türen für einen besonderen Besuch. Zu Gast waren Jana Horcickova, Pflegekoordinatorin im Landratsamt Görlitz, die Moderatorinnen unserer Selbsthilfeinitiativen für pflegende Angehörige sowie Bärbel Schuster, Vorstandsmitglied der Landesinitiative Demenz Sachsen e.V.

Laborleiterin Maria Fabisch, Pflegekoordinatorin Jana Horcicova und weitere Leiterinnen von Selbsthilfegruppen Pflegender Angehöriger stehen im AAL-Labor

Persönliche Vorstellungsrunde und Einblick ins AAL-Labor

Das Treffen begann mit einer persönlichen Vorstellungsrunde, in der die Gäste und das Team des AAL-Labors ihre jeweiligen Arbeitsschwerpunkte und bisherigen Erfahrungen teilten. Anschließend stellte Laborleiterin Maria Fabisch das AAL-Labor mit seinen technischen Entwicklungen und langfristigen Zielen vor und gab dabei auch einen Einblick in die bisherigen Kooperationen mit Partnern aus Wissenschaft, Pflegepraxis und Wirtschaft. Dabei ging es nicht nur um innovative Ansätze zur Unterstützung älterer Menschen, sondern auch um die enge Verbindung zwischen Forschung, praktischer Anwendung und den Bedürfnissen pflegender Angehöriger.

Dabei entwickelte sich ein lebendiger Dialog, der schnell auf die aktuellen Herausforderungen in der häuslichen Pflege führte – von organisatorischen Hürden über fehlende Entlastungsangebote bis hin zur wachsenden Bedeutung von Information, Aufklärung und Vernetzung. Zugleich wurden auch schon mögliche Szenarien und Lösungsansätze gemeinsam diskutiert, wobei sowohl technische Hilfsmittel als auch soziale und strukturelle Maßnahmen angesprochen wurden.

Pflegekoordinatorin und Selbsthilfegruppen als Wegweiser

In ihrer Arbeit als Pflegekoordinatorin ist Jana Horcickova eine zentrale Anlaufstelle für Familien, die Unterstützung in Pflegesituationen suchen. Sie hilft, sich im komplexen System der Pflegeleistungen zurechtzufinden, berät zu finanziellen und organisatorischen Fragen und vermittelt gezielt zu passenden Hilfs- und Unterstützungsstrukturen.

Die Leiterinnen von Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige leisten wertvolle Arbeit: Sie bieten nicht nur einen geschützten Raum für Austausch und gegenseitige Unterstützung, sondern auch verlässliche Informationen zu Hilfsstrukturen, Entlastungsangeboten und neuen Entwicklungen im Pflegebereich.

Gemeinsam neue Impulse setzen

Das AAL-Labor ist ein anschauliches Beispiel für Transfer in Aktion: Einerseits macht es innovative Assistenztechnologien erlebbar und greifbar, andererseits holt es Rückmeldungen und Bedarfe von Nutzer*innen, Angehörigen und Fachakteuren ein. Gerade im Bereich Pflege zeigt sich, wie wichtig dieser wechselseitige Wissenstransfer ist. Nur wenn die Perspektiven von Betroffenen, Angehörigen und professionellen Unterstützungsstrukturen von Beginn an in Entwicklungsprozesse einfließen, können Technologien entstehen, die tatsächlich alltagstauglich sind und Akzeptanz finden.

veröffentlicht am 12.08.2025, von Maria Fabisch

Ort

Hochschule Zittau/Görlitz
Theodor-Körner-Allee 16
02763 Zittau/Görlitz

Veröffentlichungsdatum

12.08.2025

Kontakt

Ein Foto der Mitarbeiterin Maria Fabisch

Maria Fabisch, M.A.

Projektmitarbeiterin

Tel.: +49 3581 374 4996

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